LOVE AND CARE

UGANDA

Auf einer touristischen Uganda-Rundreise - geführt vom Österreicher Thomas Edlfurtner,
der 3 Jahre als Entwicklungshelfer in Uganda gelebt hat - stieß ein Vorstandsmitglied von Love & Care Österreich auf ein Projekt im Slum Kibuli in Kampala:

Die Organisation "Undugu Family Performers" nimmt Straßenkinder auf und bildet diese in traditionellen ugandischen Tänzen aus. Bei Anlässen wie z.B. Hochzeiten treten die Kinder auf, mit dem so erwirtschafteten Einkommen werden Nahrungsmittel, Unterkunft und medizinische Grundversorgung bezahlt.

Die Kinder werden von den erwachsenen Mitgliedern der Gruppe (Moses  Kityo, Jpsephine Nakayondo, Vicky Toriat, Godfrey Mokoi und Bonciano  Sseguya)  betreut. Jeder einzelne hat eine Funktion in der Gruppe. Die Kinder üben in der Freizeit tanzen und singen, in den Ferien werden sie mit Sport und Spiel beschäftigt.

Für die Kinder in der Gruppe, die ohne Eltern sind, ist eine Unterkunft in Kibuli gemietet. 2 Räume, etwa 30 m² groß. Dort schlafen, essen, leben, lernen die Kinder. Es ist laut, schmutzig, überfüllt. Die Kinder haben keine eigenen Betten, keine Schränke, keine Stühle, keinen Tisch.

Im Slum gibt es auch nur Gemeinschaftstoiletten, das sind Plumpsklos für mehrere hundert Menschen. Wasser gibt es an einer zentralen Stelle und das muss mit Kanistern zum Haus gebracht werden. Als Küche dient ein kleiner Ofen, der mit Holzkohle geheizt wird und auf dem 1 Topf Platz hat.

Die Kosten sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, die Mieten sind für die Menschen kaum noch leistbar, Lebensmittel sind teuer, Benzin kostet in Kampala mehr als in Österreich, auch Zucker ist in Uganda teurer als hier. Zudem sind sie den Launen des Landlords ausgesetzt, der sie jederzeit auf die Straße setzen kann.

2013 wurde in Mpigi 2 Acre Land angekauft, da auf Dauer das Leben für die Gruppe im Slum in Kibuli/Kampala zu teuer wurde. Ende 2013 wurde dank der Unterstützung und Finanzierung vom Team Dr. Lechner & Friends mit dem Bau des Waisenhauses begonnen.

 

Im Mai 2014 übersiedelten die Kinder und ihre Betreuer von Kampala nach Mpigi.
Beim Besuch von Doris Rumpfhuber und 3 Sponsoren im August 2014 konnte das neue Zuhause bereits besichtigt werden. Aufgrund der beengten Verhältnisse wurde beschlossen, 2 zusätzliche Schlafräume für die größeren Kinder zu bauen, dieses Gebäude wurde von Spendern aus Osttirol finanziert.

Beim Besuch von Dr. Karl und Hermi Lechner im Oktober 2014 wurden der Gemüsegarten angelegt, ein Zaun errichtet, 50 Obstbäume gepflanzt und der Kauf von 2 Kühen beschlossen.

Ausserdem wurde bei diesem Aufenthalt die Idee eines Brunnens geboren. Diese Idee ist mittlerweile Realität und somit ist die Wasserversorgung gesichert. Durch Pumpe und Generator wird das Wasser in die Tanks gepumpt, die am Grundstück stehen. Während der Regenzeit wird das Regenwasser über die Dachrinnen gesammelt und in die Tanks geleitet.

Um die Selbstversorgung zu verbessern, haben wir weiteren Grund angekauft, mittlerweile sind es insgesamt 8 Acres, wo Gemüse, Mais, Kassava, Yams, Mantoke und Bohnen angebaut werden. Neben Kühen gibt es auch Hühner, Kaninchen und Ziegen in Mpigi. Mit dem Erwerb von 20 Ziegen wurde der Grundstein eines Ziegenzucht-projektes gelegt, von dem in Folge auch die Dorfgemeinschaft profitiert.

Seit 2017 wurden weitere umfangreiche Bauvorhaben umgesetzt. Neben neuen Betreuerhäusern wurde eine von den Behörden vorgeschriebene Krankenstation errichtet. Die Finanzierung der Krankenstation wurde von Kathrina und Elisabeth Prattes, die Finanzierung der Betreuerhäuser von Spendern aus Tirol übernommen. Beide Projekte sind abgeschlossen.

Seit 2018 wird an einem sehr anspruchsvollen Gebäude, der Dining Hall geplant und gebaut. Durch die Größe und Hanglage war fachmännische Unterstützung durch Statiker und Architekten notwendig, die auch selbst vor Ort waren, um für eine sichere Konstruktion zu sorgen. Im Sommer 2019 wird die Dining Hall eingedacht.
Das dafür benötigte Kapital wurde durch tatkräftige und bewunderswerte Initiation durch Dr. Katharina Moritz und Mag. Liane Karner zur Verfügung gestellt. Die Spenden kommen von ihren zahlreichen Spendern aus Tirol, Wien, Nieder- sowie Oberösterreich, die neben den Bauvorhaben auch viele weitere und laufende Ausgaben möglich machen. Vielen Dank!

2018 wurden weitere 5 Acre Land zugekauft, zu einem kleineren Teil als Spiel- und Sportplatz für die Kinder geplant und zum größeren Teil als Anbaufläche für Mais, Bohnen, Kassava und Gemüse. Auch diese Gelder stammen von Spendern aus Tirol, die nach einer Veranstaltung in St. Johann dieses von DI Carlo Chiavistrelli und Brigitte Hoy initiierte Projekt großzügig unterstützten.
    
 

 

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